Ab Juli 2019 werden die Renten erhöht. In den alten Bundesländern um 3,18 Prozent und in den neuen Bundesländern um 3,91. Das ist erfreulich für die heutigen Rentner aber . . .

die gesetzliche Rente reicht nicht aus, um den Lebensstandard im Ruhestand zu halten. Deshalb muss der Einzelne vorher aktiv für das Alter sparen. Doch wie viel?

Wer sich im Alter nur auf die gesetzlichen Rentenzahlungen als Geldquelle verlässt, merkt schnell, dass er seinen vorherigen Lebensstandard nicht halten kann. Erwerbstätige müssen daher bereits während des Berufslebens Rücklagen bilden. Je früher sie damit anfangen, desto kleiner fallen die monatlichen Sparraten aus.

Aber welche Summe braucht man genau? Wie viel Geld muss monatlich auf die hohe Kante gelegt werden für den Ruhestand? Antworten auf diese Fragen gab der Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Prognos AG berechnete im Auftrag des GDV den nötigen Altersvorsorgebetrag bis Rentenbeginn für die Jahrgänge 1960, 1975 und 1990.

Die Studie geht dabei von verschiedenen Zinsszenarien, einem sinkenden Rentenniveau und einer steigenden Lebenserwartung aus. Letzteres führt für die späteren Jahrgänge automatisch auch zu einer längeren Rentenphase. Je jünger der Einzelne also ist, desto mehr muss er nominal für sein Alter sparen.

Jüngere sind deutlich länger in Rente

So kommen die heutigen 59-Jährigen auf eine Ruhestandsphase von 21 Jahren. Sie scheiden aufgrund der schrittweisen Anhebung des Rentenalters mit rund 66 aus dem Berufsleben. Die anderen beiden Jahrgänge bleiben hingegen bis 67 berufstätig. Sie werden aber wegen der steigenden Lebenserwartung deutlich älter. Dadurch kommt Jahrgang 1975 bereits auf eine Rentenzeit von gut 22 Jahren. Die 1990 Geborenen können ihren Lebensabend noch 24 Jahre lang genießen.

Die Erhöhung des Renteneintrittsalters führt in keinem Studienszenario dazu, dass Jüngere weniger für das Alter sparen müssen als Ältere. Der Effekt der längeren Sparphase wird von den Auswirkungen des sinkenden Rentenniveaus und der längeren Lebenserwartung überschattet. Durch den längeren Ruhestand erhöht sich zugleich der Altersvorsorgebedarf für die Deckung der Finanzierungslücke. Insgesamt müssen die einzelnen Jahrgänge folgende Summe bis zu Rentenbeginn ansparen:

  • 1960: 26.000 Euro (bei 1,8 Prozent Verzinsung)
  • 1975: 81.000 Euro (bei 1,6 Prozent Verzinsung)
  • 1990: 111.000 Euro (bei 2,6 Prozent Verzinsung)

Diese Werte beziehen sich auf das Basisszenario mit realistischen Zinsphasen am Kapitalmarkt. Bei lang andauernden Niedrigzinsen erhöhen sich die Beträge jeweils. Gleichzeitig sinkt das Rentenniveau über den Zeitraum von 49,4 über 45,1 bis 43,7 Prozent bei der jüngsten Altersgruppe.

So viel Geld muss monatlich gespart werden

Doch was bedeutet das für den monatlichen Sparbetrag? Die Studie nennt dazu Prozentangaben in Relation zum Gehalt. So muss Jahrgang 1960 für die Altersvorsorge 2,1 Prozent des Bruttolohns für die Rente auf die hohe Kante legen. Die 1975 Geborenen kommen auf 4,4 Prozent und der Jahrgang 1990 auf 3,9 Prozent. Ein deutscher Durchschnittsverdiener in Vollzeit mit einem Verdienst von 3.770 Euro brutto im Monat spart so folgende Geldbeträge:

  • 1960: 80 Euro
  • 1975: 165 Euro
  • 1990: 147 Euro

Doch Achtung! Die Studie geht in ihren Berechnungen davon aus, dass die Sparphase bereits mit 26 Jahren beginnt. Wer also erst später angefangen oder vielleicht noch gar nichts für sein Alter getan hat, der muss den versäumten Betrag erst einmal aufholen.

Es gibt viele Wege auf denen das Ansparen für die Rente vom Staat und auch vom Arbeitgeber gefördert wird. Mit diesen Hilfen reduzieren sich die eigenen Aufwendungen erheblich. Diese geförderte Altersversorgung sollte jeder prüfen bevor er sich für einen Ansparweg entscheidet.

Wer noch ratlos ist, ob und wie viel er monatlich sparen muss, kann sich durch den Deutschen Wertschutz e.V. kostenfrei beraten lassen. Nutzen Sie dazu den Bereich Kontakt auf unserer Internetseite oder rufen Sie uns einfach an.                           

Tel.: 030 25 44 50                  

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