Wenn sich der erste Nachwuchs ankündigt, mischen sich Glücksgefühl, Vorfreude und ein paar Sorgen, wenn die Eltern nicht richtig vor­be­rei­tet sind. Das erste Mal – was ist denn alles zu tun, was ist zu beachten. Macht man alles richtig und hat man auch an alles gedacht?  Diese Fragen müssen nicht sein. Mithilfe dieser Checkliste, die alle notwendigen For­ma­li­tä­ten umfasst, können sich die Eltern ganz entspannt  ihrem Baby konzentrieren.

Checkliste:
Worauf sich Eltern vorbereiten sollten

For­ma­li­tä­ten nach der Geburt:

Was? Wo?
Kind anmelden beim Einwohnermeldeamt
Vaterschaftsanerkennung beim Jugendamt
Kinderausweis beantragen Einwohnermeldeamt
Krankenversicherung bei der Krankenkasse oder der privaten Krankenversicherung
Mutterschaftsgeld beantragen Krankenkasse
Elternzeit beantragen beim Arbeitgeber
Antrag auf Elterngeld bei der zuständigen Behörde der jeweiligen Landesregierung
Antrag auf Kindergeld Familienkasse der Agentur der Arbeit
Steuerfreibetrag eintragen lassen Finanzamt
Kinderbetreuung Kindertagesstätte oder Tagesmutter

In der Regel wird etwas vergessen was aber sehr wichtig ist: Sonstige Absicherung und Vorsorge des Kindes, Änderungen in Lebensversicherungen und Testament, Invaliditätsschutz.

Manche bürokratischen Schritte, die mit der Geburt eines Kindes entstehen, lassen sich bereits im Vorfeld erledigen oder zumindest vorbereiten. Dann gehören die ersten Tage und Wochen ganz dem Neugeborenen. Denn hat das Baby erst einmal das Licht der Welt erblickt, steht frisch gebackenen Eltern wohl kaum der Sinn nach Papierkram und Behördengänge. Doch leider lassen sich ein paar Dinge erst nach der Geburt erledigen.

Dazu gehört die Anmeldung des Kindes beim zuständigen Einwohnermeldeamt. In vielen Kliniken werden die frischgebackenen Eltern bereits dadurch unterstützt, dass eine Geburtsurkunde direkt von dort aus beantragt werden kann. Der Name des Kindes und bei unverheirateten Paaren vor allem die Entscheidung über den Familiennamen muss dafür feststehen. Die Geburtsurkunde kann entweder beim Standesamt abgeholt oder nach Hause zugeschickt werden. Mit diesem wichtigen Dokument geht es dann zum Einwohnermeldeamt. Wichtig ist die Geburtsurkunden der Eltern und die Heiratsurkunde mitzunehmen.

Was viele nicht wissen: Der Kinderreisepass kann dann gleich mitbeantragt werden. Hierfür wird ein Passbild des Kindes benötigt – und das ist vielleicht bei einem Neugeborenen ein etwas schwieriges Unterfangen.

Sind die Eltern des Babys nicht verheiratet, empfiehlt es sich, sofort nach der Geburt, die Anerkennung der Vaterschaft – zum Beispiel beim Jugendamt – vornehmen zu lassen. Nur so erhält der Vater das Sorgerecht und das Kind ist erbberechtigt. Das kann der Vater jedoch nicht allein tun. Die Mutter muss ebenfalls dabei sein oder zumindest ihre schriftliche Zustimmung geben.

Stichwort Mutter: Sechs Wochen vor und acht Wochen nach einer Entbindung steht sie unter besonderem Schutz. Dazu gehört eine Befreiung von der Beschäftigung.

Über die gesetzliche Krankenversicherung und ihren Arbeitgeber bekommt sie für diese Zeit das Mutterschaftsgeld. Das beträgt üblicherweise 13 Euro pro Tag. Der Rest wird vom Arbeitgeber aufgestockt.

Der Antrag bei der Krankenkasse sollte spätestens sieben Wochen vor dem Geburtstermin gestellt werden. Bei einer privaten Krankenversicherung bekommen Angestellte ebenfalls Mutterschaftsgeld vom Arbeitgeber, aber abzüglich der 13 Euro täglich, die eigentlich die Krankenkasse dazuzahlen würde. Einige private Krankenversicherung übernehmen diese 13 Euro pro Tag, andere zahlen einen einmaligen Betrag bei der Geburt des Kindes aus. Fragen Sie rechtzeitig an wie das in Ihrem Fall geregelt ist.

Krankenversicherung des Kindes bei und direkt nach der Geburt Bei der Geburt und direkt danach ist das Baby über die Mutter krankenversichert. Allerdings sollte das Kind schnellstmöglich selbst in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung oder, wenn beide Eltern privat versichert sind, bei der privaten Krankenversicherung abgesichert werden.