Über zwölf Millionen Zusagen zur Entgeltumwandlung für die Betriebsrente müssen auf den Prüfstand

Mehr als zwölf Millionen Zusagen zur Entgeltumwandlung für die Betriebsrente müssen auf den Prüfstand. Das sind zwölf Millionen Prüfvorgänge die in den deutschen Betrieben zu erfolgen haben. Die meisten kleineren und mittelständischen Betriebe ahnen noch gar nicht was da auf sie zukommt und haben von Betriebsrentenstärkungsgesetz noch nie gehört.

Der W&P Firmenservice unterstützt bei dieser Aufgabe mit Praxistipps und bei der Umsetzung der neuen Unternehmenspflichten. Darin weisen die Experten auf mögliche Fallstricke hin und überprüfen mit der Geschäftsleitung vorhandene Konzepte

 

Pflichtzuschuss zur Entgeltumwandlung gilt auch für alte Zusagen

Hintergrund: Ab 2022 wird der Pflichtzuschuss des Arbeitgebers für bereits bestehende Zusagen wirksam. „Die Arbeitgeber müssen also entsprechend überprüfen, ob ihre Zusagen der neuen Zuschusspflicht genügen. Das betrifft nahezu alle bestehenden Versorgungen über Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds.

Beim neu eingeführten Sozialpartnermodell ist der Pflichtzuschuss bereits seit Jahresbeginn zu zahlen. Ab dem 1. Januar 2019 gilt die Regelung für Neuverträge.

 

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Voraussetzung für den Pflichtzuschuss ist, dass der Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung des Mitarbeiters Abgaben zur Sozialversicherung spart. Nur dann muss er den Zuschuss von 15 Prozent des Sparbeitrages zahlen.
  • Die Regelung gilt nur für Mitarbeiter, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind.
  • Bei alten Zusagen kann der Zuschuss in den gleichen Vertrag fließen. Falls das die tariflichen Vorgaben nicht zulassen, ist auch eine neue Police möglich.
  • Auch Betriebe, die bereits freiwillig einen Zuschuss zahlen, sollten ihre Zusagen prüfen damit nicht die Gefahr besteht doppelt zahlen zu müssen.
  • In der bisherigen Vereinbarung zur Entgeltumwandlung sind alle Änderungen zu übernehmen und zu dokumentieren.
  • Der Arbeitnehmer muss mit allen Änderungen einverstanden sein.

Der Pflichtzuschuss wird viele Inhaber oder Personalverantwortliche zwingen sich mit dem Thema BAV neu zu befassen. Viele Versorgungswerke sind mehr als zehn Jahre alt. Sie werden den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht. Ein Zeitpunkt der nun zwingt, sie zu aktualisieren und die neuen gesetzlichen Regelungen einzubauen. Gleichzeitig kann man die Versorgung um innovative und zeitgemäße BAV-Komponenten aktualisieren. Bei dem Thema Betriebsrente ist es für Arbeitgeber sehr wichtig, einen versierten BAV Berater an der Seite zu haben. Heute ist es ja sogar notwendig geworden zu überprüfen ob man denn überhaupt noch einen stabilen und professionellen Produktgeber hat. Versicherungsgesellschaften sind erfahrungsgemäß auch nicht mehr die sichere und stabile Bank die sie einmal waren. Viele Gesellschaften und Pensionsfonds stehen seit der Finanzkrise unter der ständigen Aufsicht des BAFIN ( Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) und die ersten Gesellschaften versuchen ganze Lebensversicherungsbestände an ausländische Aufkäufergesellschaften abzustoßen.

 

Am Ende haftet immer der Betrieb

Wenn die Gesellschaften die zwischen Betrieb und Arbeitnehmer vereinbarten Leistungen nicht erbringen haftet der Betrieb mit eigenen Mitteln für das was fehlt. Wir wollen keine Angst schüren – doch wollen wir anregen das Vorhandene zu prüfen um notfalls auch Korrekturen rechtzeitig vorzunehmen.

Gerade in Betrieben wo sich über Jahre unterschiedliche Vereinbarungen, alte und überholte Tarife von diversen Versicherungsgesellschaften angesammelt haben ticken unter Umständen echte Bomben im Schrank.

 

In vielen Betrieben besteht keine Versorgungsordnung

Eine Versorgungsordnung schafft die Spielregeln zur BAV im Betrieb, verhindert Wildwuchs und grenzt die Arbeit der Personalabteilung ein. Sie fungiert wie ein eiserner Vorhang zum Schutz des Unternehmens gegen Risiken aus Versorgungszusagen für die das Unternehmen einzustehen hat. Sollte in Ihrem Unternehmen noch keine Versorgungsordnung eingerichtet sein – unser W&P BAV Service hilft und informiert Sie zuverlässig und professionell

 

Bei Fragen steht Ihnen unser bAV Service-Team gerne zur Seite:

tel.: 030 25 445 170

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