Was ist sinnvoller „Schwere Krankheiten Versicherung“ oder eine Berufsunfähigkeitsrente ?

Haben Sie schon einmal von der „Schwere Krankheiten Versicherung“ gehört? Es gibt sogar Leute die behaupten die sogenannte Dread Disease Versicherung wäre die bessere Absicherung gegen Berufsunfähigkeit.

 

BU Versicherung oder „Schwere Krankheiten Versicherung“?

„Nehmen wir einmal an Sie bekommen einen Herzinfarkt. Nach 4 Wochen Krankenhaus folgen 8 Wochen Kur und noch einmal 4 Wochen Krankschreibung, das macht insgesamt 4-5 Monate. Danach können Sie wieder arbeiten. Ihr Arzt rät Ihnen aber dazu, dass Sie besser auf sich achten. Kein Alkohol, keine Zigaretten und weniger Stress. Weniger Arbeit. Was sagt Ihr Chef dazu? Zahlt er Ihnen weiterhin das gleiche Gehalt? Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt aber nicht, denn Sie sind ja gar nicht berufsunfähig“ .Ja, ich gebe zu, dass das ein Problem ist was man bei einer lückenlosen Absicherung nicht aus dem Auge lassen darf.

Was ist bei Berufsunfähigkeit durch psychische Erkrankungen, durch Rückenerkrankungen oder durch überhaupt eine Erkrankung, die im Rahmen der Schwere Krankheiten Versicherung nicht definiert ist? Achtung es gibt eine Einmalzahlung keine laufende Rente. Gut, bei kürzeren Ausfällen ist das sicherlich hilfreich, aber was passiert bei einer langen Berufsunfähigkeit wenn die einmal ausgezahlte Summe verbraucht ist?

 

Der Ursprung der Schwere Krankheiten Versicherung

Erfunden wurde die Dread Disease Versicherung 1983, bzw. der Vorläufer davon, von einem Herzchirurgen Namens Marius Barnard. Er war in Südafrika tätig und stellte fest, dass sich viele Herzpatienten eine aufwendige Herztransplantation oder -Behandlung einfach nicht leisten konnten. Um dieses Problem zu lösen erfand er eine entsprechende Versicherung dafür. Alle zahlen in einen Topf ein und die schwerkranken bekommen Geld für die Behandlung.

Die Idee war es also schon seit nun mehr als 30 Jahren die finanziellen Mittel für eine entsprechende Operation zu erhalten. Keiner dachte dabei an einen etwaigen Verdienstausfall. Es ging einzig und allein um das „wieder gesund werden“.

Nach diesem kurzen Blick in die Vergangenheit lässt sich schon sehr schön schlussfolgern, dass die „Schwere Krankheiten Versicherung“ auch gar kein Ersatz zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung sein möchte. Sondern eine ganz eigene, zusätzliche Absicherungsform.

 

Wofür eine „Schwere Krankheiten Versicherung“?

Eine solche Versicherung sollte eigentlich (fast) jeder haben. Auch dann, wenn man bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat, denn diese hat die Aufgabe die soziale Stellung zu erhalten und einen Ersatz des bisherigen Einkommens zu zahlen.

Die Dread Disease Versicherung zahlt darüber hinaus eine einmalige Summe zur freien Verfügung. Also für Kosten die man aus eigenem Einkommen, respektive der BU-Rente als Einkommensersatz, nicht finanzieren können. Neben den bereits bei der Erfindung dieser Versicherungsform bedachten Kosten für hochwertige medizinische Behandlungen lässt sich mit einer größeren Summe Geld aber auch noch anderes sinnvolles anstellen.

Zum Beispiel kann man von dem Geld ein gegebenenfalls noch vorhandenes Darlehen für eine Wohnimmobilie tilgen und damit eine große Entlastung schaffen. Man kann sich oder seinen Lieben auch Zeit erkaufen. Nehmen wir einmal an man muss wegen einer stationären Krebsbehandlung in ein Krankenhaus, welches über 100 Kilometer von zu Hause entfernt ist. Kann sich der Partner / die Partnerin erlauben bei Ihnen zu sein und unbezahlt Urlaub zu nehmen? Wer zahlt den Aufenthalt?

Letztendlich ist es jedem selbst überlassen was er mit dem Geld macht. Es steht im Ermessen jedes einzelnen – kennen muß man die Möglichkeit nur – entscheiden muß jeder ganz für sich alleine.

Ein Artikel des Spiegel besagt das jeder Zweite im Laufe seines Lebens an Krebs erkrankt. Nicht jeder verstirbt daran – aber es verdeutlicht das Risiko – und es gibt immer mehr Fälle von Neuerkrankungen. Gleichzeitig steigt aber auch die Überlebenschance deutlich an. Das Beispiel Krebs ist aber nur eine der bis zu 50 versicherten Krankheiten!

 

Ohne Beratung keine Dread Disease Versicherung

Die Frage ob nun lieber eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Schwere Krankheiten Versicherung stellt sich also nicht denn es ist eine duale Absicherung.

Sehr wohl sollte man sich aber gut überlegen welcher Versicherungsgesellschaft man dieses Risiko anvertrauen will. Wie auch bei der BU-Versicherung gibt es hierbei viele unterschiedliche Ausprägungen und Klauseln. So individuell wie jeder Mensch muss auch seine Absicherung sein. Grundsätzlich ist es bei Verträgen mit einer solch langen Laufzeit empfehlenswert auch einen dauerhaft stabilen Beitrag garantiert zu bekommen. Das ist leider in der heutigen Zeit auch nicht mehr bei jeder Gesellschaft gegeben. Darum sollte man sich unbedingt von einem vertrauenswürdigen spezialisierten Versicherungsmakler beraten lassen. Schon auch deswegen, weil neben einem Marktüberblick und Prüfung der Versicherungsbedingungen auch medizinische Kenntnisse zur Beurteilung des passenden Tarifes notwendig sind.

 

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