Wie groß ist der Fachkräftemangel im Mittelstand?

In Deutschland gibt es einen Fachkräftemangel. Darüber sind sich die meisten Experten einig. Nur wie groß er ist, wo er am schlimmsten ist und wie dramatisch es noch wird – darüber gibt es weit weniger Einigkeit. Viele Studien haben sich schon dem Thema gewidmet. Die Ergebnisse zum Fachkräftemangel im Überblick:

 

Einzelne Engpässe

“Es gibt keinen flächendeckenden Fachkräftemangel in Deutschland”, schreibt die Bundesagentur für Arbeit in ihrer Fachkräfteengpassanalyse – und widerspricht damit scheinbar vielen Schwarzmalern. Allerdings sagt die Agentur auch: In manchen Bereichen fehlt es bereits jetzt an Personal. So dauert es in der Altenpflege zum Beispiel durchschnittlich 167 Tage, bis eine Stelle besetzt ist – im Schnitt aller Berufe sind es nur 100. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei anderen Jobs, vor allem bei technischen Berufen, am Bau und in Gesundheitsberufen.

Eine millionengroße Lücke

Ein düsteres Bild von der Zukunft zeichnet das Forschungsinstitut Prognos mit einer Studie im Auftrag der bayerischen Wirtschaft. Bis 2030 werden demnach bundesweit 3 Millionen Fachkräfte fehlen, bis 2040 steigt die Zahl sogar auf 3,3 Millionen. Betroffen sind vor allem Ausbildungs-, aber auch Akademikerberufe. Und das über alle Branchen hinweg: Denn der wichtigste Grund für die Fachkräftelücke sei, dass die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen – gleichzeitig aber nicht genug Fachkräfte nachrücken.

Der Nachwuchs fehlt

Die dramatischen Auswirkungen der Demografie spüren viele Ausbildungsbetriebe schon jetzt. Wie eine Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zeigt, findet schon knapp jeder dritte Betrieb (31 Prozent) nicht mehr genug Azubis für alle freien Plätze – zehn Jahre vorher waren es nur 12 Prozent. Trauriger Spitzenreiter ist das Gastgewerbe, in dem satte 61 Prozent der Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben. Die Bereiche Handel sowie Verkehr und Logistik liegen mit 33 Prozent aber ebenfalls etwas über dem Durchschnitt.

Die Angst geht um

Kein Wunder, dass kaum etwas in der Wirtschaft und ihren Verbänden so intensiv diskutiert wird wie der Fachkräftemangel. Das zeigt die Vielzahl an Förderprogrammen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen zu dem Thema – und das zeigt auch eine Studie vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Unternehmensberatung AT Kearney. Für mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen (52 Prozent) ist der Fachkräftemangel demnach eine der größten Herausforderungen der Zukunft.

Was also tun?

Bildungschancen verbessern, mehr Aus- und Weiterbildung, mehr Integration, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine bessere Einbindung älterer Arbeitnehmer und Langzeitarbeitsloser: Das sind die Maßnahmen, mit denen das Bundesarbeitsministerium den Fachkräftemangel stoppen will. Dabei gibt es aber noch Luft nach oben, so das Ministerium selbst in einem Zwischenstandsbericht. Im Bereich Frauenerwerbstätigkeit etwa, genau wie bei der Integration von Fachkräften mit Migrationshintergrund oder bei der Schulbildung.

Wieder zurück aufs Land? Betriebe werden wieder Produktionsteile auslagern in Regionen in denen Arbeitsplatzmangel besteht. Das Umland nutzen um günstige Arbeitswege anzubieten. Eine Hoffnung der heute strukturschwachen Regionen.

Die Alternative der großen Firmen ist die Verlagerung von Produktionsteilen in arme und strukturschwache Länder der dritten Welt. Da kann der kleinere Betrieb oder der Mittelstand nicht mithalten. Was ist aber mit den Bereichen die lokal gebraucht werden? Der Elektriker, der Installateur vor Ort? Es wird das Schicksal der lokalen Kunden sein das sie auf einen Handwerker 6 Wochen warten oder den doppelten Preis zahlen. Schnelligkeit kostet dann eben mehr.


 

Wo liegt die Chance gemeinsam mit dem W&P Firmenservice?  

Unter diesem Gesichtspunkt wird auch das Thema einer betrieblichen Altersversorgung oder Krankenversicherung ein Aspekt sein, der immer mehr Bedeutung gewinnen wird.

 Arbeitslohn in Versorgungslohn umzuwandeln, Mehrwerte zu schaffen wird künftig immer mehr ein Kriterium sein, nach dem Bewerber ein Unternehmen für Ihre Zukunft aussuchen.

Die Leistungen und Variationen einer betrieblichen Versorgung werden in der Zukunft größer werden und sich der Nachfrage anpassen. Große Konzerne sind da eindeutig im Vorteil und werden dem Mittelstand wertvolle Arbeitskraft abziehen.

Der kleinere und mittelständische Betrieb ist da gefordert frühzeitig zu handeln – denn ohne Facharbeiter wird ein solcher Betrieb mangels qualifizierten Mitarbeitern stagnieren oder gar sterben. Nachwuchsförderung und betriebliche Sonderleistungen werden auch hier zur Existenzfrage.

Eine Gehaltserhöhung geht im Spitzensteuersatz und den Sozialkosten fast zur Hälfte unter – kostet den Arbeitsgeber aber das gleiche Geld wie ein Versorgungslohn. Der Unterschied ist der, das der Arbeitnehmer das Geld was bei einer Gehalterhöhung verloren ist, im Rentenalter wieder ausbezahlt bekommt. Das reduziert die Kosten einer immer wichtiger werdenden privaten Vorsorge und schafft unmittelbar mehr sofort verfügbares Geld für den Arbeitnehmer.

Versorgungskassen für flexiblen Renteneintritt.

Die Möglichkeit während der Ganztagsarbeit Geld zurück zu legen um im Alter noch halbtags oder tageweise zu arbeiten – die staatliche Rente erst später zu nutzen und in der Übergangszeit bis zur Rente aus Halbtagslohn und Erspartem den Lebensstandard zu halten wird da für den Chef und den Mitarbeiter zu einem sinnvollen Konzept. Das hilft dem Arbeitnehmer bei der Gestaltung seines Lebensplans und erhält dem Unternehmen Arbeitskräfte und wertvolles Fachwissen.

Das Denken folgt hier oft noch alten Vorstellungen. Die Zeichen der Zeit sind meist noch gar nicht erkannt. Man leidet nur weil man gerne zwei, drei Facharbeiter mehr haben möchte aber nicht findet. Viele kleinere Bertriebe sind mit der Entwicklung intelligenter und für sie machbarer Modelle überfordert. Da bedarf es Hilfe und Unterstützung von Experten.

Auch das ist ein Leistungsparameter unseres BAV-Firmen Service. Wir arbeiten da ganz eng am Nerv der Zeit.